SIGRID CARL
1956 geboren in Coburg
1976-1981 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
1981-1995 Lehrtätigkeit an verschiedenen Gymnasien in Bayern und Hessen
1985-1987 Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
1995-2005 Leitung der Fachoberschule für Gestaltung in Frankfurt am Main
Lebt nach vielen Jahren in Sanspareil in Franken und Frankfurt am Main
nun im Roten Turm von Schloß Tann in Tann in der Rhön
Landschaft und Haus, die zentralen Themen in der künstlerischen Arbeit von Sigrid Carl, sind emotional stark besetzt. Verstand man unter Landschaft ethymologisch gesehen anfangs „Herrschaft über Land, Inbesitznahme von Land“, wurde daraus später eine Art „emotionale Inbesitznahme von Land“.
So handeln auch Sigrid Carls Landschaftsskulpturen von Ferne, Nähe, Einsamkeit, Heimat, Verlorensein, offenem freien Raum, geschütztem Raum, aber auch von spürbar gefährdetem Raum. Ihr bevorzugtes Material ist deshalb auch Kunstharzschaum. Er ist empfindlich und verletzlich, darüberhinaus aber auch zart und leicht.
Man muß sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet.
PAUL CÉZANNE
Wer ein Haus baut, will bleiben.
SALOMON KORN
